Die Hohenstein Institute optimieren Backup- und Recovery-Prozesse

Die Implementierung der neuen Software wurde von Mitarbeitern der BW-Tech aus Hockenheim innerhalb von drei Wochen durchgeführt. Im laufenden Betrieb arbeitet die Datensicherung seitdem unkompliziert und ohne Probleme.

„Alle einzelnen Anforderungen, wie die serverübergreifende Sicherung, die komfortable Bedienung und die hohe Datenverfügbarkeit wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt“, erklärt Müthing. Da das Backup automatisch und zuverlässig läuft, beschäftigt man sich bei der Datensicherung hauptsächlich mit den Rücksicherungsmöglichkeiten.

Die international tätigen Hohenstein Institute aus dem baden-württembergischen Bönnigheim arbeiten mit einer heterogen Serverumgebung. Seit 2007 nutzt das Forschungs- und Dienstleistungszentrum insbesondere SEP sesam als Backup- und Verfügbarkeitssoftware für seine Windows- und Linux-Server.

Die wachsenden Datenmengen hatten schon 2006 zur Folge, dass die vorhandenen Speichersysteme die steigenden Ansprüche an Datenverfügbarkeit und -sicherheit nicht mehr erfüllen konnten. So entschied sich die IT-Leitung der Hohenstein Institute für eine Umstellung auf ein professionelles SAN, wobei die heterogene IT-Umgebung beibehalten wurde. Mit dem EVA4000 von Hewlett Packard verfügen die Hohenstein Institute seitdem über einen leistungsstarken, hochverfügbaren und redundanten Datenspeicher. An das zentrale SAN sind die Linux- und Windows-Server über Fibre Channel SAN-Switches angebunden.

Als Dateiserver nutzt der Hohenstein IT-Service mittlerweile einen aus drei Nodes bestehenden Cluster mit Open Enterprise Server 2 (OES2) von Novell als Betriebssystem. Die Daten für Warenwirtschaft und Rechnungswesen werden von einem MS SQL-Datenbankcluster mit zwei Knoten vorgehalten. Für E-Mail wird Microsoft Exchange 2007 eingesetzt.

Neue IT-Struktur erforderte neue Datensicherungssoftware

Bei Inbetriebnahme der neuen Speicherlösung stellte man in Bönnigheim jedoch fest, dass die ursprünglich eingesetzte Datensicherungssoftware Probleme mit der Sicherung aller Daten hatte. „Die parallelen Datenströme der OES- und Windows-Server konnten nicht vernünftig auf einem Band gesichert werden, so dass wir keine Vollsicherung zur Verfügung hatten“, erklärt Frank Müthing, IT-Leiter der Hohenstein Institute. Eine neue Softwarelösung für die Datensicherung musste also schnell gefunden werden. Neben der automatischen und zuverlässigen Vollsicherung aller Daten wurden weitere Anforderungen an die Software definiert: „Eine einzige Software muss in der Lage sein, alle Windows- und Linux-Server zuverlässig und schnell sichern“, erklärt Frank Müthing „Wichtig war für uns auch, dass auf einen Blick mittels einer benutzerfreundlichen Oberfläche zu erkennen ist, ob alle Daten gesichert worden sind. Auch die Möglichkeit einer schnellen und einfachen Rücksicherung war wichtig für uns, denn das Backup läuft in der Regel automatisch ab.“ Durch eine komfortable Rücksicherungsmöglichkeit, auch zu anderen Verzeichnissen, musste eine Lösung für das Überprüfen der getätigten Sicherungen gefunden werden. Zudem sollte die neue Lösung auch in der Lage sein, die Daten der wachsenden ausländischen Niederlassungen zu sichern.

Aufgrund dieser konkreten Leistungsvoraussetzungen schieden bereits in der Vorauswahl viele Anbieter aus. Auch die zuvor eingesetzte Lösung kam nicht mehr in Frage, da sie die parallel laufenden Datenströme nicht gleichzeitig sichern konnte. Bei den Hohenstein Instituten entschied man sich letztlich für die Datensicherungssoftware SEP sesam der SEP AG aus dem oberbayerischen Weyarn.

Erfolgreicher Einsatz von SEP sesam

Die Implementierung der neuen Software wurde von Mitarbeitern der BW-Tech aus Neulussheim innerhalb von drei Wochen durchgeführt. Im laufenden Betrieb arbeitet die Datensicherung seitdem unkompliziert und ohne Probleme. „Alle einzelnen Anforderungen, wie die serverübergreifende Sicherung, die komfortable Bedienung und die hohe Datenverfügbarkeit wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt“, erklärt Müthing. Da das Backup automatisch und zuverlässig läuft, beschäftigt man sich bei der Datensicherung hauptsächlich mit den Rücksicherungsmöglichkeiten. „Auch die Rücksicherung funktioniert einwandfrei. Besonders hilfreich sind hier die Assistenten, die es auch SEP-unerfahrenen Mitarbeitern ermöglichen, eine zuverlässige Rücksicherung zu gewährleisten“, stellt Müthing fest.

Backup To Disk sorgt für zusätzliche Sicherheit

Von 2007 bis 2009 ist die täglich zu sichernde Datenmenge von 1,5 TByte auf aktuell über 5 TByte angewachsen. Zudem hat die Bedeutung des weltweit eingesetzten, auf .net basierten eigenentwickelten ERP-Systems erheblich zugenommen. Das enorme Datenvolumen und die gestiegene Komplexität der SQL-Datenbanken erforderten auch Anpassungen in der Sicherungsstrategie. „Mit zusätzlichen Snapshot- Sicherungen und Backups auf Disk zwischen den Tape- Vollsicherungen schützen sich die Hohenstein Institute heute wirkungsvoll vor Datenverlusten. Überdies bietet die doppelte Sicherung auf Disk und auf Tape zusätzliche Sicherheit“, erläutert Thomas Wuckel, Geschäftsführer des Systemhauspartners BW-Tech, der auch die Erweiterungen in der Backup-Strategie implementierte.

So werden der Exchange- und der MS SQL-Server mit SEP sesam nachts komplett auf Tape gesichert und zusätzlich wird mittags noch ein mit Scripten ein Snapshot auf Disk auf dem Hewlett-Packard EVA4000 erzeugt. Im Falle eines Falles würden sich überdies die Daten vom Snapshot erheblich schneller restaurieren lassen als vom Band. Dies ist entscheidend für eine minimale Downtime bei Verlust eines Volumes.

Der OES2-Filecluster wird unter der Woche von Montag bis Donnerstag jede Nacht inkrementell auf Disk gesichert. Die Migration dieser Daten von Disk auf Band erfolgt dann jeweils am darauffolgenden Tag. Am Freitagabend wird dann ein komplettes Backup der Fileserver mit einem Datenvolumen von rund 3,5 TByte durchgeführt. Eine Migration dieses Komplett-Backups von Disk auf Tape erfolgt dann anschließend von Samstag auf Sonntag.

Auch die Anbindung der in- und ausländischen Niederlassungen macht Fortschritte. Diverse Standorte sichern täglich auf Tape. Zusätzlich wird am Wochenende eine Kopie über VPN zur zentralen Sicherung nach Hohenstein geschickt. Durch die Zentralisierung des Backup-Monitoring geht dem IT-Service kein noch so kleines Sicherungsproblem verloren.

Weitere Informationen zu den Hohenstein Instituten unter:

www.hohenstein.de